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In‑App‑Käufe verhindern – so schützen Sie Ihr Kind auf iPhone & Android

  • vor 3 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Swiss Kids Safety – Medienkompetenz für Familien


Einleitung

In‑App‑Käufe gehören zu den häufigsten Kostenfallen für Familien. Viele Apps sind kostenlos, verdienen aber über Käufe in Spielen, Abos oder virtuelle Währungen. Kinder verstehen oft nicht, dass diese Käufe echtes Geld kosten – und Eltern merken es erst auf der Rechnung.

Dieser Leitfaden zeigt Schritt für Schritt, wie Sie auf iPhone (iOS) und Android‑Geräten In‑App‑Käufe sperren, Passwörter schützen und die Familienfreigabe richtig einrichten. Einfach, alltagsnah und ohne technische Vorkenntnisse.


1. Warum In‑App‑Käufe ein Risiko sind

Kinder und Jugendliche sind besonders anfällig für:

  • Werbung und Pop‑ups, die zum Kaufen verleiten

  • Spielemechaniken, die Druck erzeugen („Jetzt kaufen, um weiterzuspielen“)

  • fehlende Kostenübersicht

  • fehlende Passwortsperren

Viele Eltern berichten von unerwarteten Rechnungen – oft mehrere hundert Franken. Mit den richtigen Einstellungen lässt sich das zuverlässig verhindern.


2. iPhone (iOS): In‑App‑Käufe sperren

2.1 Käufe komplett blockieren

  1. Einstellungen öffnen

  2. Bildschirmzeit

  3. Beschränkungen aktivieren

  4. Käufe im iTunes & App Store

  5. In‑App‑Käufe → Nicht erlauben

Damit sind alle Käufe gesperrt.


2.2 Passwortschutz aktivieren

  1. Einstellungen

  2. Face ID & Code

  3. Code festlegen

  4. iTunes & App Store → Immer erforderlich

So kann Ihr Kind keine Käufe ohne Ihre Zustimmung tätigen.


2.3 Familienfreigabe („Ask to Buy“) einrichten

  1. Einstellungen

  2. Familienfreigabe

  3. Kind hinzufügen

  4. Kaufanfrage aktivieren

Ihr Kind kann Apps anfragen – Sie entscheiden.


3. Android: In‑App‑Käufe sperren

3.1 Passwortschutz im Google Play Store

  1. Google Play Store öffnen

  2. Profilbild → Einstellungen

  3. Authentifizierung

  4. Authentifizierung für Käufe erforderlich → Für alle Käufe

Damit ist jeder Kauf passwortgeschützt.


3.2 Familiengruppe einrichten

  1. Google Play Store

  2. Profilbild → Familie

  3. Familiengruppe verwalten

  4. Zahlungsmethode festlegen

  5. Käufe genehmigen → Alle Inhalte

Ihr Kind kann nichts kaufen, ohne dass Sie zustimmen.


3.3 App‑Limits setzen (Digital Wellbeing)

  1. Einstellungen

  2. Digital Wellbeing & Jugendschutz

  3. App‑Timer setzen

  4. Inhalte filtern

Damit verhindern Sie, dass Kinder in Apps „versinken“.


 4. Zusätzliche Schutzmassnahmen

4.1 Starke Passwörter

  • Mindestens 6‑stelliger Code

  • FaceID/TouchID aktivieren

  • Kein Geburtsdatum oder einfache Muster


4.2 App Store nur für Eltern zugänglich machen

  • Code für App‑Store‑Einstellungen setzen

  • App‑Installationen beschränken


 4.3 Kreditkarte entfernen

  • Prepaid‑Karten nutzen

  • Guthaben statt Kreditkarte hinterlegen


5. Altersgerechte Alternativen

Viele Apps bieten kindgerechte Modi:

  • werbefrei

  • ohne In‑App‑Käufe

  • Lerninhalte statt Druck

  • klare Kostenstruktur

Empfehlenswert sind Apps aus den Bereichen Lernen, Kreativität, Natur, Wissen.


6. Fazit

In‑App‑Käufe lassen sich auf allen Geräten zuverlässig sperren. Mit Passwortschutz, Familienfreigabe und klaren Regeln schützen Sie Ihr Kind vor Kostenfallen – und schaffen eine sichere digitale Umgebung.

Dieser Beitrag ist Teil der Swiss‑Kids‑Safety‑Reihe „Medienkompetenz für Familien“.


Quellen & weiterführende Informationen


Jugend und Medien (Bundesprogramm)

Thema: Medienkompetenz, Jugendschutz, Elternratgeber


Schweizerische Kriminalprävention (SKPPSC)

Thema: Cybercrime, Online‑Betrug, digitale Sicherheit



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